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Weinlexikon

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A

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Abbeeren auch entrappen genannt. (Entfernen der Stiele vor dem Pressen der Trauben).
Abgang (Schwanz) Nachgeschmack, den der Wein nach dem Schlucken hinterläßt. Ein schöner, nachhaltiger Abgang ist ein besonderes Gütemerkmal für den Wein.
Abstich auch Abzug genannt. Durch Umpumpen in ein anderes Faß wird der Wein von den Hefen (beim Weißwein) bzw. von den Schalen (beim Rotwein auch „von der Maische abziehen" genannt) getrennt. Ende der Gärung.
Adstringierend Geschmackseindruck bei jungen, im Gerbstoff aggressiven Rotweinen.
Äthylalkohol auch Äthanol. Alkohol in hochwertiger Form im Wein.
Alkohol entsteht während der Gärung durch Umwandlung des Zuckers im Most. Je nach Zuckeranteil schwankt der Alkoholgehalt des Weins zwischen 8,5 und 15 Volumenprozent.
Altersbukett (Firne) lange gelagerte und gereifte Weine entwickeln einen angenehmen Altersgeschmack. Bei hochwertigen Weinen gilt die Firne als Qualitätssteigerung.
Amerikanerreben amerikanische Ursprungsreben, die heute als Unterlagsreben für die europäischen Edelreben verwendet werden, weil sie sich als resistent gegen die Reblaus erwiesen haben
Amtliche Prüfungsnummer erst nach Erteilung der A. P. Nr. und der damit verbundenen Prüfung seitens der Prüfungsbehörde dürfen Qualitätsweine b. A. und Prädikatsweine als solche in den Verkauf gebracht werden. 
In keinem anderen Land, außer in Deutschland, existiert eine Prüfung der Weine in dieser strengen Art.

Die erste Zahl der A. P. Nr. steht für die Prüfstelle (z.B. 2 = Mosel-Saar-Ruwer), der zweite Zahlenblock für den Ort des Erzeugers, der dritte für den Erzeugerbetrieb. Der vorletzte Zahlenblock gibt die geprüfte Partie des Erzeuger wieder und die letzten beiden Zahlen der Prüfungsnummer stehen für das Jahr der Prüfung
anreichern enthält der Traubenmost zu wenig natürlichen Zucker, so wird vor der Gärung Zucker zugesetzt, um den Alkoholgehalt des entstehenden Weines zu erhöhen. Nur Prädikatsweine dürfen nicht angereichert werden.
Apfelsäure natürlicher Bestandteil des Weins. Bei frischen Weißweinen geduldet, bei Weißweinen die im Barrique ausgebaut werden, meinst unerwünscht.
Aromastoffe Wein enthält ca. 600 verschiedene Geschmacksstoffe, von denen aber erst die Hälfte analysiert sind. Obwohl sie nur einen Anteil von ungefähr 0,02% am Wein besitzen, beeinflussen sie die geschmacklichen Eigenschaften des Weins ganz entscheidend.
Ausbau Reifung des Weins in Holzfässern, Edelstahltanks oder anderen Behältnissen für die bessere Trinkreife.
Auslese Prädikat für die dritte Stufe von Qualitätsweinen mit Prädikat. Die Auslese steht über dem Kabinett und der Spätlese. Ausleseweine bestechen durch ihre Reife und die Fülle des Buketts. Für sie dürfen nur gesunde, vollreife, oft edelfaule, Weintrauben verwendet werden . Das Mindestmostgewicht beträgt 85 bis 105° Öchsle.

B

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Bacchus Sohn Jupiters und der Selmele – der römische Gott des Weins!
Bacchus neuere Rebsorte, die hauptsächlich in Rheinhessen und der Rheinpfalz angebaut wird. Sie ist fruchtig und harmonisch und hat einen interessanten Muskatton.
Balthasar Weinflasche mit 12 Liter Inhalt.
Barrique Kleines Eichenholzfaß mit 225 Liter Inhalt, einst für Bordeauxweine entwickelt, heute in aller Welt verbreitet.
Beerenauslese Prädikat für die vierte Stufe von Qualitätsweinen mit Prädikat. Die Beerenauslese steht über dem Kabinett, der Spätlese und der Auslese. Sie ist ein wunderbarer, reifer, voller und fruchtiger Wein mit dem Aroma der Botrytis-Edelfäule. Für die Beerenauslese werden nur überreife, edelfaule Beeren genommen. Das Mindestmostgewicht beträgt mindestens 110° Öchsle.
blank Wein, der keinerlei Trübstoffe mehr enthält. Bei stilvollen Weinproben wird die Blankheit vor einer brennenden Kerze geprüft. Besteht er diese Probe, so darf er sich blitzblank nennen.
blaß Fachwort für einen Wein, mit zu geringem Farbstoffgehalt.
Blauer Spätburgunder stammt aus der alten französischen Provinz Burgund. Liefert edelste Rotweinsorten in Deutschland. Charakteristisch für ihn ist sein samtig-feuriger Geschmack. Der Riesling unter den Rotweinen!
Blume (Bukett) Fachbegriff für den Duft des Weines. Der Geruch des Weins ist ein wichtiges Kriterium bei der Qualitätsbeurteilung. Das Bukett des ausgebauten Weines ist nach Rebsorte und Jahrgang sehr verschieden. Auch spielt die geographische Lage eine entscheidende Rolle
Böckser unspezifischer Ausdruck für Geruchs- oder Geschmacksfehler im Wein. Dabei wird unterschieden zwischen bleibenden Weinfehlern (Essigstich, Milchsäurestich) und vorübergehenden Unsauberkeiten (etwa Hefe- oder Schwefelwasserstoffböckser, Muffton), die verschwinden, wenn der Wein Luft bekommt.
Botrytis Cinerea ein Schimmelpilz, erwünscht für Sauternes, aber auch Beeren- und Trockenbeerenauslesen (Edelfäule).
Brandig streng alkoholisch.
Brut französich für trocken. Champagner darf 15 Gramm Restzucker pro Liter haben.
Bukett Gesamtheit der Geruchseindrücke eines Weins.

C

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D

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Degustation Weinverkostung, Weinprobe.
Dekantieren Umgießen von Wein aus einer Flasche in eine Karaffe.
demi-sec halbtrocken, entspricht bei Champagner "süß"
Depot Ablagerung, meist bei hochwertigen Rotweinen, am Flaschenboden. Zeichen hoher Flaschenreife!
Dessertwein Sammelbezeichnung für alle süßen Weine, auch wenn sie nicht nur zum Dessert getrunken werden.
Deutscher Tafelwein nach dem deutschen Weingesetz, Wein der geringsten Güteklasse. Hierzu zählt auch der deutsche Landwein. Er muß Mindestanforderungen in Bezug auf Alkohol- und Gesamtsäuregehaltes entsprechen. Anreicherung ist gestattet.
Diabetikerwein trockener Wein mit maximal 4 Gramm Restzucker pro Liter.
Dosage eine Mischung aus Most, Wein, Zucker , gelegentlich auch aus süßem Branntwein, wird Schaumweinen nach dem Degorgieren zur Abrundung des Geschmacks und zum Auffüllen zugegeben. Bestimmt den Süßegrad.
Doux süß
Durchgegoren Weine, die nach der Gärung keinen nennenswerten natürlichen  Restzucker mehr haben.

E

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Echter Mehltau Auch Oidium genannt. Pilzkrankheit, die alle grünen Teile der Rebpflanze befällt und mit einem spinnwebartigen Netz überzieht, so daß sie absterben.
Edelfäule Schimmelpilz (auch Botrytis Cinerea), dessen Sporen die Beerenhaut durchdringen. Das Wasser in den Beeren verdunstet, die schrumpeln, die Inhaltsstoffe, Zucker und Säure werden konzentriert.
Edelstahltank seit den 60er Jahren Gefäße zur Vergärung und zum Ausbau des Weins. Sie sind hygienisch, geschmacksneutral und ermöglichen die Kontrolle der Gärtemperatur.
Edeltrauben Bezeichnung für Rebsorten, die Spitzenweine liefern. Dazu zählen bei Weißweinen Riesling, Gewürztraminer, Ruländer, Weißburgunder und bei den Rotweinen der Blaue Spätburgunder.
Eiswein wird aus Trauben gewonnen, die bei der Lese gefroren waren. Dabei müssen im Weinberg mindestens minus 7°C herrschen. Beim Keltern fließt das gefrorene Wasser nicht ab; nur der konzentrierte Traubensaft bleibt übrig. Eiswein ist eine Rarität der ganz besonderen Art!
Eiweiß wird zur Klärung von Rotweinen verwendet. Je nach Größe des Fasses werden dem Wein ein bis fünf Eiweiße zugegeben, die den Bodensatz (Hefe und Trübstoffe) binden. Durch Abstich oder Filtern wird der Wein danach klar.
Entrappen Abbeeren
Entsäuern in kühlen Weinbauregionen wie Deutschland eine legale Maßnahme, um zu hohe Säure im Weißwein zu mildern. Verwendet wird meist Kalziumkarbonat. Eine andere Methode ist der biologische Säureabbau.
Entschleimen Methode zur Säuberung von Mosten, um reintönige Weine zu erhalten. Die schönste Methode: durch Kühlen und Stehenlassen des Mostes.
Ertragsbegrenzung Verzicht auf Menge, um dafür die Qualität der Trauben zu erhöhen. Geschieht meist durch Beschnitt der Reben.
Erzeugerabfüllung nur ein Wein, der aus dem eigenen Weinberg stammt, selbst gekeltert, bereitet und abgefüllt worden ist, darf diese Bezeichnung tragen.
Etikett einzige Informationsquelle für den Weinkäufer etwas über den Wein zu erfahren. Alle Angaben auf dem Etikett werden durch das deutsche Weingesetz geregelt. Qualitative Beschaffenheit und Herkunft des Weins sind dadurch geschützt und schließen so Etikettenschwindel fast aus.
Extra brut bezeichnet einen Champagner mit weniger als 6 Gramm Restzucker pro Liter, also trocken.
Extra dry bezeichnet einen Champagner mit 12 bis 20 Gramm Restzucker pro Liter, also süß.
Extraktion bei Rotweinen Auslaugen der Gerbstoffe und Farbpigmente aus der Beerenhaut bei der Maischegärung.

F

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Falscher Mehltau für Rebblätter gefährliche Pilzkrankheit.
Farbe Die Farbe eines Weins wird im Glas, am besten vor einer weißen Fläche, beurteilt. Sie gibt u. a. Aufschluß über das Alter des Weins.
Faßinhalte Stück: 1200 Liter, Halbstück: 600 Liter, Fuder: 1000 Liter (auch 900 und 960 Liter), Ohm : 150 (auch 160 Liter), Eimer: 160 Liter. 
Federweißer noch nicht völlig vergorener, trüber Most, der viel Kohlensäure und auch schon Alkohol besitzt. In der Rheinpfalz Bitzler, in Württemberg Sauser oder Suser genannt.
Finesse Feinheit eines Weins.
Firn charakteristischer Alterston, den überlagerte oder auch falsch gelagerte - und deshalb frühzeitig gealterte - Weine annehmen.
Flaschengärung die zweite Gärung bei Grundweinen, die bei Champagner und anderen nach der klassischen Methode hergestellten Schaumweinen in der Flasche stattfindet. Dabei bildet sich Kohlensäure.
Frost Ende Oktober oder Anfang November erwünscht, weil Frost die Möglichkeit zur Eisweinlese bietet.
Fruchtsäure Gesamtheit der im Wein enthaltenen Säuren; hauptsächlich Wein- und Apfelsäure.
Fruchtzucker
(Fructose, Lävulose)
bildet zusammen mit dem Traubenzucker die Süße der Trauben. Weinhefe spaltet den Fruchtzucker in Alkohol und Kohlensäure.

G

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Gärung unter Einwirkung von Hefen wird der Zucker im Most je zur Hälfte in Alkohol und Kohlensäure gespalten. Bei einem Alkoholgehalt von ungefähr 15% stoppt die Tätigkeit der Hefen. Deshalb gibt es auch keinen Wein, der einen höheren Alkoholgehalt besitzt, es sei denn er wurde aufgespritet.
Gelatine Weinzusatzstoff, mit dem Proteine aus dem Rotwein herausgeholt werden.
Gelbes Weinsiegel dieses Gütesiegel wird von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) an trockene Weine verliehen, wenn deren Zuckergehalt 4 g pro Liter nicht übersteigt. Nicht alle Weine mit dem Gelben Weinsiegel sind für Diabetiker geeignet!
Glühwein meist aus Rotwein hergestelltes Weingetränk , dem Gewürze (Zimt, Zitrone, Muskatnuß, Nelken, usw.) und Zucker zugesetzt wird und dann erhitzt wird.
Glycerin süßschmeckender, ungiftiger, höherwertiger Alkohol. Er entsteht bei der natürlichen Gärung. Glycerin verleiht dem Wein Vollmundigkeit und Fülle.
Graufäule Schimmelbefall der Traube, durch den die Beerenhaut und das Fruchtfleisch zerstört werden. Der Faulpilz tritt besonders nach Regenfällen im September oder Oktober auf.
Grün Wein mit unreifer Säure. 
Grünes Weinsiegel wird von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) an halbtrockene Weine verliehen, wenn deren Restzuckergehalt 18 g pro Liter nicht übersteigt.
Grundweine Basisweine bei der Sektherstellung.
Güteklassen Tafelwein: Tafelwein, Landwein. Qualitätswein: Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete. Qualitätswein mit Prädikat (Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese, Eiswein). Alle Güteklassen sind genau nach dem Weingesetz geregelt.

H

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Halbstück Bezeichnung für Holzfässer mit 600 Liter (Rheingau) oder 500 Liter Fassungsvermögen (Mosel).
Halbtrocken Geschmacksangabe für Weine mit einem Gehalt an Restzucker zwischen 10 und 18 Gramm pro Liter.
Halsschleife sitzt über dem Bauchetikett am Hals der Weinflasche.
Haltbarkeit sie richtet sich nach der Qualität des Jahrganges, nach der Rebsorte, der Verarbeitungsweise und nach Art der Lagerung. Grundsätzlich gilt: einfache Weine bald trinken. Kabinettweine und Spätlesen können zwei bis fünf Jahre gelagert werden. Auslesen entwickeln ihre volle Reife erst nach fünf bis zehn Jahren.
Handrefraktometer mit diesem Gerät ist es möglich bereits vor der Lese mit Hilfe von Mostgewichtsmessungen den späteren Alkoholgehalt vorauszubestimmen. Funktioniert nach dem Prinzip der Lichtbrechung.
Hart Wein mit unreifem, zu jungem Tannin.
Hefe einzellige, pflanzliche Mikroorganismen. sitzen auf den Beerenhäuten, geht bei der Traubenpressung in den Most über und bewirkt die Umwandlung des Zuckers in Alkohol und Kohlensäure. Wenn zuwenig Hefen im Most vorhanden sind, muß die Gärung mit Reinzuchthefen in Gang gesetzt werden.
herb Fachwort für Weine mit hohem Gerbstoffgehalt.
Herbstbann Schließung der Weinberge kurz vor der Lese, um Traubendiebe aus den Weinbergen fernzuhalten.
Histamin in geringen Mengen im Rotwein enthaltener Stoff (1,5 bis maximal 10 Milligramm pro Liter), der allergische Reaktionen auslösen kann. Holzgeschmack: normalerweise erwünschte Geschmackskomponente eines im neuen Eichenholzfaß (Barrique) ausgebauten Weins. Als Vanille- oder Röstton schnell erkennbar. Wenn der Holzgeschmack dominiert, spricht man von überholzten Weinen.
hochfarbig bei besonders hochwertigen oder alten Weinen auftretende bernsteinfarbene Verfärbung. Entsteht durch Oxidation, vor allem dann, wenn der Wein nicht ausreichend geschwefelt wurde.
Hochgewächs
Hybridrebe Kreuzung von amerikanischen Reben mit europäischen (Vitis-vinifera-Reben). Haben sich nicht durchgesetzt, weil die Weine oft fremdartige Aromen aufweisen.

I

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Internationale Rebsorte Bezeichnung für weltweit angepflanzte Rebsorten wie Merlot, Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Pinot noir, Sauvignon blanc.

J

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Jahrgangssekt Qualitätswein, der mindestens zu 75 % aus Trauben eines Jahrgangs hergestellt wurde.
Johannisberger Riesling in Kalifornien gebräuchliche Bezeichnung für die Rebsorte Weißer Riesling.
Jungwein  Wein, dessen alkoholische Gärung noch nicht ganz abgeschlossen und der noch nicht von der Hefe getrennt ist.
Junger Wein soeben abgefüllter, trinkfertiger Flaschenwein.

K

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Kabinett Prädikat für die erste Stufe von Qualitätsweinen mit Prädikat. Kabinettweine sind ausgereifte, leichte Weine. Für sie dürfen nur voll ausgereifte Weintrauben verwendet werden . Das Mindestmostgewicht liegt zwischen 70° und 81° Öchsle, je nach Rebsorte.
Kaltgärung vor allem bei modernen Weißweinen praktizierte Gärmethode, nach der die Moste bei 14 bis 18 Grad Celsius langsam vergoren werden, um duftige, frische und jung trinkbare Weine zu bekommen.
Kamm auch Rappen genannt, Stiel der Weintraube.
Kelter Traubenpresse. Das Wort geht auf das lateinische calcatura (Stampfen) zurück.
Kerner Kreuzungszüchtung aus der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg. Bringt frische, rassige und fruchtige süffige Weine mit rieslingähnlichem Charakter.
Kernig Bezeichnung für einen Wein mit kräftiger Säure, der Festigkeit, Biß und Kern hat, aber noch nicht auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung ist.
klären Trennen des Weins von verunreinigenden Stoffen, Trauben- und Heferückständen.
Körperreich Eigenschaft eines extraktreichen Weins.
Kohlendioxyd während der Gärung entstehendes Gas, das normalerweise in die Luft entweicht. Die Weine sind daher, wenn sie abgefüllt werden, still. (Stillweine). In Schaum- und Perlweinen, die in geschlossenen Behältern vergoren wurden, bleibt Kohlendioxyd enthalten. Auch in jungen Weißweinen können noch Reste von Kohlensäure vorhanden sein. Sie machen den Wein spritzig. In gelagerten Weinen, insbesondere in reifen Rotweinen, darf dagegen keine Kohlensäure enthalten sein.
Kohlensäuremazeration Methode, um Farbe und Frucht zu intensivieren. Ungepreßte, danze Trauben werden unter Sauerstoffabschluß mit Kohlensäure enzymatisch vergoren. Typisch ist die Kohlensäuremazeration für den Beaujolais.
Korken Flaschenverschluß aus der Rinde der Korkeiche. Sie wächst vor allem in Portugal, Spanien, Sardinien und in Nordafrika. Die Rinde wird, nachdem sie vom Baumstamm gelöst ist, ein halbes Jahr gelagert, dann gekocht, gebleicht und desinfiziert, bevor der eigentliche Korken herausgestanzt wird. Die Haltbarkeit eines Korkens beträgt, je nach Luftfeuchtigkeit im Keller, mindestens 25 Jahre. Danach muß eine Flasche gegebenenfalls neu verkorkt werden.
Korkgeschmack kommt von einem schlechten, meist fauligen Korken. Ein irreparabler Schaden!
kratzig Weinfehler, bei dem der Wein in der Regel zuviel Schwefel enthält.
krautig Geschmackston, der bei Weinen aus Cabernet franc, Cabernet Sauvignon und Merlot auftritt, wenn die Trauben nicht vollreif gelesen wurden.
Kreuzung neue Rebsorte, die durch Kreuzung von zwei alten Rebsorten entstanden ist: Müller-Thurgau (Riesling mit Gutedel), Kerner (Trollinger mit Riesling) und Rieslaner (Silvaner mit Riesling).
Kupfersulfat Spritzmischung (auch als Bordelaiser Brühe bekannt), die die Blattbildung stärkt und die Widerstandskraft des Rebstocks gegen Schädlinge erhöht.
kurz  Wein ohne nennenswerten Geschmacksnachhall, wird gerügt als "kurz im Abgang".

L

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Landweine Begriff aus der deutschen Weingesetzgebung für einfache Weine, die nicht den besonderen Ansprüchen des Qualitätsweines entsprechen müssen. Er gehört zur Gruppe der Tafelweine.
Lang Wein, der im Geschmack lange nachklingt, wird gelobt als "langer Abgang".
leicht Eigenschaft eines Weins mit niedrigem Alkoholgehalt.
Lese Weinernte
Lesetechnik Im Qualitätsweinbau gelten verschiedene Lesezeitpunkte und -formen: Vorlese (Auslese frühreifer oder verfaulter Trauben), Hauptlese (Einbringen vollreifer Trauben), gestaffelte Lese (in mehreren Durchgängen), selektive Lese (Auslese edelfauler Trauben), negative Auslese (Auslese fauler Trauben vor der Lese), positive Auslese (Auslese gesunder oder edelfauler Trauben).
Likörweine Dessertweine mit mindestens 15 Volumenprozent Alkohol (Port, Sherry, Marsala, Banyuls, Madeira).
Lüften Rotweinflaschen sollten möglichst 1– 2 Stunden vor dem Einschenken entkorkt werden. Dadurch entfaltet er sein volles Bukett.

M

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Maderisiert Ausdruck für Weine, die ihren Höhepunkt überschritten haben, oxydiert sind und dabei einen unfrischen, süßlichen, oft an Maggikraut erinnernden Duft verströmen.
Magnum Weinflasche mit 1,5 Liter Inhalt.
Maischeerhitzung Erhitzung der Maische auf etwa 60 bis 80 Grad Celsius, um mehr Farbpigmente aus der Beerenhaut zu extrahieren.
Maischegärung Vergärung auf der Maische, dem unvergorenen roten Traubensaft samt Schalen und Kernen.
Markenwein durch Verschnitt Mengen verschiedener Weine hergestellt, um über einen längeren Zeitraum einen geschmacklich und qualitätsmäßig gleichbleibenden Weintyp auf den Markt bringen zu können.
Mazeration Herauslösen von Farbe und Frucht aus Beerenhaut und Fruchtfleisch.
Mehltau, echter überzieht Blätter und Trauben des Weinstocks mit einem mehlartigen Belag und bringt diese zum absterben. Kam Mitte des letzten Jahrhunderts aus Amerika zu uns. Zeitweise bedrohte er die Rebkulturen ernstlich, ist aber heute unter Kontrolle gebracht.
Méthode Champenoise Gärverfahren beim Champagner (Flaschengärung).
Methylalkohol auch Methanol. Giftiger Alkohol, von dem im Wein maximal 0,1 Gramm pro Liter enthalten sein darf.
Milchsäure in Rot- und eineigen Weißweinen vorhandene milde Säure, entsteht durch die malolaktische Gärung.
Mineralisch Duft- und Geschmackseindruck bei Weinen.
Mosel-Saar-Ruwer Weinbaugebiet im Herzen von Rheinland-Pfalz. Hauptrebsorte: Riesling
Mostgewicht Maßeinheit für den Zuckergehalt der Trauben und damit für den potentiellen Alkohol des Weins. In Deutschland in Öchsle, in Österreich in Klosterneuburger Mostwaage, in Italien in Babo, in Frankreich und Australien in Baumé, in Amerika in Brix gemessen.

N

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Nase Im Weinjargon für Duft (Aroma oder Bukett).
Naturwein bis zur Einführung der Prädikatsweine durch das Deutsche Weingesetz zugelassener Ausdruck für nicht mit Zucker angereicherten Wein.
Nervig bezeichnet meist einen noch jungen, lebhaften, aber entwicklungsfähigen Weißwein mit rassiger Säure.

O

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Öchsle Mostgewicht; Skala für den Zuckergehalt der Trauben (franz. Baumé)
Önologie Wissenschaft vom Wein, umfaßt sowohl Kellertechnik als auch den Weinbau.
Oidium Fachausdruck für den Echten Mehltau.
Organoleptische Prüfung eine die Sinne - Aussehen, Geruch, Geschmack - nutzende Methode, die Qualität von Wein zu prüfen.
Oxidiert Schaler, flacher Geschmack in Folge übermäßiger Berührung mit Luft.

P

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Pinot blanc Weißweintraube, die fruchtige Weine ergibt. Hauptanbaugebiete: Champagne, Elsaß.
Prä-Phylloxera die Zeit vor der Reblauskatastrophe, die in Europa um 1870 einsetzte.
Prädikatsweine Nach dem Deutschen Weingesetz werden die Qualitätsweine in solche ohne und solche mit Prädikat unterteilt: Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese, Eiswein. Prädikatsweine dürfen grundsätzlich nicht angereichert, chaptalisiert, werden.
Primeur (meist Beaujolais) junger, frischer Rotwein, der kurz nach der Gärung abgefüllt und wenige Monate später getrunken wird. Erstverkaufstag ist jedes Jahr der dritte Donnerstag im November (für Beaujolais Primeur). Empfohlene Trinktemperatur: 10-12 Grad.

Q

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Qualitätswein (b. A.) höchste Kategorie der europäischen Weingesetzgebung. Festgelegt werden der regionale oder lokale Ursprung des Weins, die Traubenzusammensetzung, die Mengenbegrenzung, der Mindestalkoholgehalt.
Qualitätswein mit Prädikat oberste Kategorie des deutschen Weins (siehe auch "Prädikatsweine").

R

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Rappen Kamm
Reblaus Zu den Pflanzenläusen gehörendes Insekt, das sich an den Wurzeln der Reben festsetzt. Der im 19. Jahrhundert aus Nordamerika eingeschleppte ca. 1/2 mm große Schädling verursacht vor allem Wucherungen an den Wurzeln. Bekämpft wird die Reblaus durch resistente Züchtungen, Quarantäne und Schwefelkohlenstoff.
reduktiv weitgehend unter Sauerstoffabschluß erzeugter Wein. Verfahren, um spritzige, duft- und fruchtbetonte Weißweine zu erhalten. Gegenteil: oxydativ.
Refraktometer Instrument zur Bestimmung des Mostgewichts der Beeren im Weinberg.
Reintönig für die Traubensorte typischer Geschmack und Duft ohne Nebentöne.
Reinzuchthefe im Labor gezüchtete Hefe, die bei der Vergärung des Weins benutzt wird. Vorteil: leichtes Angären, geringes Risiko des Steckenbleibens der Gärung. Nachteil: Gefahr der Uniformität im Geschmack und sortenuntypische Aromen.
Restzucker unvergorener, im Wein verbliebener Zuckerrest nach der Gärung. Er macht den Wein mehr oder weniger süß. Restzucker darf auch dem durchgegorenen Wein zugesetzt werden, in Deutschland in Form von Süßreserve, beim Champagner als Dosage.
Riesling trockener, fruchtiger, eleganter Weißwein aus der Riesling-Traube aus dem Elsaß
Rosé Hellroter Wein von dunklen Trauben, bereitet durch rasches Abpressen, so daß nur wenig Farbstoff aus der Beerenhaut in den Wein gelangt.
Rütteln das Drehen der Champagnerflaschen per Hand im Rüttelpult. Dabei wird die Hefe in den Flaschenhals befördert, um sie später degorgieren zu können.

S

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Saale
Schaumwein Sammelbezeichnung für Weine, in denen Kohlendioxyd gelöst ist (Sekt, Champagner, Cava, Spumante).
Schönen Stabilisieren des Weins während der Faßlagerung mit Eiklar oder Bentonit (mineralische Erde), um Trübungen zu beseitigen.
Schwefel wird dem Wein als schweflige Säure zugesetzt, um ihn vor Oxydation zu schützen und damit haltbar zu machen.
sec trocken, bei Champagner meist Brut genannt.
Sommelier Weinkellner.
Sommerschnitt Ausdünnen von Fruchtständen an der Rebe, um die Menge zu reduzieren und die Qualität zu steigern.
Spätlese
spritzig Wein mit einem deutlichen Rest von natürlicher Kohlensäure.
Stillwein Sammelbegriff für alle Weine ohne nennenswerten Gehalt an Kohlensäure.
Süßreserve geschwefelter Traubenmost, der Weinen zugesetzt werden kann, um sie zu süßen.
Sylvaner erfrischender, trockener, leichter Weißwein, wird viel im Elsaß und in Deutschland angebaut.

T

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Tafelwein unterste und größte Kategorie europäischer Weine, an die geringe qualitative Anforderungen gestellt werden - vin de table, vino da tavola -.
Tannin Gerbstoff, eine in den Schalen, Stielen und Kernen der Trauben vorkommende Substanz; gelangt aber auch aus Eichenfässern in den Wein. Tannin wirkt konservierend und ist deshalb in Weinen, die für längere Lagerzeit bestimmt sind, ein wesentlicher Bestandteil.
Tastevin Weinprobierschale.
Temperaturkontrolle kontrollierte Gärführung, zum Beispiel mit einer niedrigen Temperatur im Gärbehälter, um eine langsame, gezügelte Gärung zu gewährleisten und reintönige Weine mit mehr Frucht zu erzielen (bei Weißweinen etwa 16 bis 20 Grad Celsius, bei Roten 27 bis 30 Grad).
Traube Frucht der Rebpflanze.
Traubenmühle Gerät zum Mahlen der Beeren zwischen zwei gegeneinander laufenden Gummirollen, um aus Trauben Maische herzustellen.
Traubensaft Most. Entsteht durch Mahlen bzw. Pressen der Trauben. Ein Kilo Trauben ergibt nomalerweise 0,7 Liter Most.
Traubenwickler gefährlicher Schädling, der als Heu- oder Sauerwurm an des Gescheinen (Trauben vor der Blüte) der Rebpflanze frißt und diese zerstört. Wird mit Insektiziden bekämpft.
Traubenzucker auch Saccharose, Inhaltsstoff des Mostes, aus Glucose und Fructose bestehend. In der Reifezeit nimmt der Gehalt an Traubenzucker stetig zu und parallel dazu die Säure stetig ab.
Trester ausgepreßte Schalen mit den Kernen. Wird als Brennstoff, organischer Dünger oder als Grundstoff für die Destillation von Tresterschnaps (Grappa) weiterverwendet.
Tresterhut Schalen, Stiele und andere feste Traubenbestandteile, die bei der Maischegärung auf dem Saft schwimmen.
trocken  Laut dem Weingesetz: Wein mit einem unvergorenen Restzuckergehalt von maximal 9g/l.
Trockenbeerenauslese Prädikat für die höchste Stufe der Güteklasse "Qualitätswein mit Prädikat". Nur rosinenartig eingeschrumpfte, edelfaule Trauben werden für die Kelterung verwendet. Der Alkoholgehalt ist sehr gering (mind. 5,5%). Das Mindestmostgewicht liegt bei 150° Öchsle.

U

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Umpfropfen Wechsel der Rebsorte im Weinberg durch Aufsetzen eines Reises der
neuen Sorte auf den abgesägten Stamm des alten Rebstocks.
Umpumpen Bei der Maischegärung wird damit die Extraktion intensiviert. Dabei zieht man den gärenden Wein unten im Tank ab und gibt ihn mit einem Schlauch wieder oben auf den Tresterhut, so daß dieser umspült wird.
Unterlagsrebe Rebstamm mit Wurzelsystem, wegen ihrer Resistenz gegen die Reblaus meist amerikanischen Ursprungs.
Ursprungsbezeichnung gesetzlich geschützte Herkunftsangabe auf dem Etikett.

V

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veredeln Aufpfropfen eines Edelreises auf eine Unterlagsrebe - umpfropfen.
verschneiden Mischen von unterschiedlichen Weinpartien, Rebsorten oder Weinen aus verschiedenen Regionen zu einem neuen Wein.
vieilles vignes alte Reben, daher besonders gut, aber nicht mehr so ertragreich und die ganze Kraft des Rebstockes geht in die Trauben.
Vinifikation Weinbereitung. Keltern der Trauben und Vergären des Mostes.
vollmundig voller, körperreicher Wein mit höherem Alkoholgehalt.
Vorlaufmost der hochwertige Mostteil, der nach dem Mahlen der Trauben ohne weiteres Pressen von der Kelter läuft.

W

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Weinsäure erwünschte hochwertige Säure, die den größten Teil an der Gesamtsäure des Weins ausmacht, in kühlen, regnerischen Jahren jedoch im Geschmack von der harten Apfelsäure dominiert werden kann.
Weinstein kristalline Ablagerungen, die gelegentlich auf dem Flaschenboden von Weißweinen zu finden sind. Dabei handelt es sich um Ablagerungen der Weinsäure, die sich im Jungwein, vor allem aber im Laufe des Alterungsprozesses bilden können. Kein Weinfehler, beeinträchtigt auch nicht den Geschmack.
Weißer Riesling fachlich korrekte Bezeichnung für den vor allem in Deutschland gepflanzten Riesling.
Weißherbst deustscher Ausdruck für Roséweine

Z

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Zentrifugieren vor allem in der Weinindustrie, aber auch bei vielen deutschen Winzern übliche Methode, um die Weißweinmoste vor der Gärund zu säubern.
Umstritten, da nicht sehr schonend.
Zucker - Traubenzucker -
Zweite Gärung Ausdruck für die malolaktische Gärung.

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